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Tag der Arbeit ist Tag des eBay-Boykotts

Heute soll in einigen Ländern nicht nur wie jedes Jahr am 1. Mai die Arbeit ruhen, sondern auch der Handel auf dem weltweit führenden Online-Marktplatz eBay. Verärgerte User haben nämlich am Tag der Arbeit zu einem weltweiten und unbefristeten Boykott gegen eBay aufgerufen. Und das nicht zum ersten Mal, seitdem John Donahoe als neuer Präsident und CEO von eBay feststeht.

In den letzten Monaten kam es in verschiedenen Ländern zu landesweiten Boykottaufrufen gegen eBay, weil John Donahoe unter anderem angekündigt hatte, bis zur Jahresmitte die an eBay von den Verkäufern zu leistenden Abgaben für die Benutzung der Plattform um 2 % auf 7.25 % des jeweiligen Verkaufspreises zu erhöhen oder etwa das Bewertungssystem so zu ändern, dass die Verkäufer die jeweiligen Käufer ihrer Produkte weder negativ noch neutral bewerten können.

Die Änderung am Bewertungssystem bildet dann auch den eigentlichen Stein des Anstosses für die Boykottaufrufe. eBay begründet diesen Schritt mit dem Schutz der Käufer vor „Rache-Bewertungen“ seitens der von ihnen schlecht bewerteten Anbietern und dem generellen Schutz der Käufer. Gleichzeitig will es mit diesem Schritt für die Käufer die nötigen Anreize schaffen, den Anbieter ehrlich zu beurteilen. Für die Verkäufer birgt das neue Bewertungssystem jedoch die Gefahr, dass Auktionsgewinner, die sich nicht melden oder spät bis gar nicht bezahlen, künftig nicht mehr mit einer schlechten Bewertung sanktioniert werden können. Käufer könnten gemäss einigen Kritikern durch den Ausfall dieses Kontrollelements im schlimmsten Fall sogar versuchen, die Verkäufer durch die Androhung einer negativen Bewertung zu erpressen, um dadurch etwa einen Preisnachlass zu bekommen.

Ungeachtet dessen verweist eBay wie bereits im Februar darauf, dass die Neuerungen der Nutzerschaft zugute kommen würden und dass es sich bei den Boykottaufrufern nur um eine kleine Gruppe von Kunden handle, die mit der schnellen Abfolge der Veränderungen bei eBay nicht einverstanden seien.

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